WARTERAUM

POSTED IN archiv, kunst, konzeptionelle gestaltung 24/02/2011

Inspiriert von der Installation der Künstler Anna Borgman und Candy Lenk wird in diesem Artikel die Bedeutung von Raum und Stofflichkeit im Untergrund untersucht.


„… der Topos des unterirdischen Raumes ist ambivalent geprägt. Er ist einerseits verbunden mit dem Unheimlichen, mit Vorstellungen von Schrecken, Kerker und Hades. Andererseits aber auch gekoppelt an Bilder des Mutterschoßes und der Schutzhöhle, an Räume pränathaler und postmortaler Geborgenheit. In diese Doppelheit des Ortes greifen die Künstler mit ihrem Werk „waiting room“ ein und treiben die Widersprüchlichkeit weiter, in dem sie der unterirdischen feuchte und kühle den wärmenden Wollplüsch entgegensetzen. Der Anschmiegsamkeit der Oberfläche ihrer Körper entgegnen sie wiederum mit einer fast bedrohlich wirkenden Verschiebung der Maßstäblichkeit. …“

Kunst und Kirche
Ausgabe: Textil-Haut Habit Haus
Springer-Verlag Wien
Heft 4/2010 S.54ff
ISBN: 978-3-7091-0377-7

www.springer.com/architecture

www.borgman.dk

Fotos: Anna Borgman, John M. Dancke

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