ZEITMASCHINE

POSTED IN architektur, archiv 29/09/2008

Die Zeitmaschine im Terminal C ist ein Entwurf von Candy Lenk
im Auftrag von Bauwerke Berlin.

Während der in den Jahren 1948/49 zur Versorgung der westberliner Bevölkerung eingerichteten alliierten Luftbrücke, wurde der Flugzeugtyp Douglas DC-3 als „Rosinenbomber“ bekannt. Mit diesen historischen Flugzeugen betreibt ein privates Flugunternehmen historische Rundflüge über Berlin. Zur Abfertigung der Passagiere hat diese Fluggesellschaft den in den 80er Jahren errichteten und nun ausgediehnten Terminal C des Flughafen Berlin Schönefeld gemietet.

Anpassung des Implantats

Der Kern der architektonischen Aufgabe erstreckt sich im wesentlichen auf zwei Bereiche: einerseits die Ausformung der räumliche Dimension des Übergangs von Landseite zur Luftseite und deren funktionalen Abläufe, andererseits die Gestaltung eines imaginä-zeitlichen Übergangs von Gegenwart in Vergangenheit. Das gewählte architektonische Gestaltmodell einer segmentierten Medienwand macht es möglich, die bestehende Abfertigungshalle zum Wegraum umzugestalten uns somit zeitliche und räumliche Komponenten eng zu koppeln.

Öffnung des Implantats

Die Medienwand kann sich zum gegebenen Ort in unterschiedlicher Weise in Beziehung setzten. Sie kann reine Oberfläche des Bestandes sein, aber auch im fließenden Übergang Möbel und Baukörper bilden, sie tritt  am Eigang als geöffnete Gestalt in Erscheinung um sich am Ausgang zu einem Tunnel zu schließen. Den Terminal zu Durchwegen, heißt also für den Passagier nicht nur sukzessive mit Informationen „aufgeladen“ zu werden, sondern auch sich im Prozess der Wandlung in der Raumgestalt und Atmosphäre wieder gespiegelt zu sehen.


TAGS : ,

Loading